Der Holzverarbeitungskonzern HS Timber Group passt seine Einkaufsstrategie für Rundholz und Biomasse an die aktuellen Marktbedingungen an. Mit dieser Umpositionierung reagiert das Unternehmen auf die anhaltenden Spannungen auf den Holzmärkten und die wachsende Nachfrage nach Biomasse als Energieträger.
Der Schritt ist vor dem Hintergrund steigender Nachhaltigkeitsanforderungen in der Forstwirtschaft zu sehen. Sägewerke und Holzverarbeiter stehen zunehmend unter Druck, ihre Rohstoffbeschaffung transparent und zertifiziert nachzuweisen. Gleichzeitig konkurrieren Sägeindustrie und Energiewirtschaft um das gleiche Rohstoffaufkommen, was die Verfügbarkeit und Preisgestaltung beeinflusst.
Für Holzbau-Betriebe und Sägewerke bedeutet die Umpositionierung eines großen Beschaffungsakteurs Auswirkungen auf Rohstoffverfügbarkeit und Kostenplanbarkeit. Besonders bei Spezialholz und zertifizierten Sortimenten dürfte die Strategie von HS Timber Group Lieferketten in der Branche beeinflussen. Auch Holzbau-Planer sollten Verfügbarkeitsrisiken für BSH, KVH und Konstruktionsvollholz im Blick behalten.